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Energieberatung

Für die energetische Sanierung gilt dasselbe wie für das Bauen allgemein: Bevor man anfängt zu bauen, sollte man ein Konzept haben. Diese Konzepte erstellen qualifizierte Energieberater. Sie analysieren den Ist-Zustand von baulicher Hülle und Haustechnik und entwickeln darauf aubauend Vorschläge für eine sinnvolle energetische Sanierung (verschiedene Dämmaßnahmen, effiziente Haustechnik).
 
Die Beratung beginnt mit einer gründlichen Baubegehung. Der Berater muß sich selbst ein Bild von dem Gebäude machen. Dazu erhält er weitere Informationen vom Eigentümer oder Verwalter eines Gebäudes.
 
Auf der Basis dieser Informationen werden bestimmte Kennzahlen (Primärenergieverbrauch, Endenergiebedarf, CO2-Ausstoß etc.) ermittelt. Darauf aufbauend entwickelt der Berater gebäudespezifische Sanierungskonzepte zur Energieeinsparung. Diese Konzepte untersuchen sowohl versichiedenen Varianten der Dämmung der Gebäudehülle (beispielsweise Aufsparrendämmung, Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung etc.) als auch den Einsatz von erneuerbaren Energien, Lüftungsanlagen, thermischen Solaranlagen und und und.
Zusätzlich kann auch ein Thermographiegutachten, eine Stromsparberatung oder ein Blower-Door-Test in die Energieberatung eingeschlossen werden.
 
Bestandsaufnahme und Sanierungskonzepte sind ausführlich in einem Beratungsbericht (Details siehe unten) erläutert. Auch Aussagen zu Investitionskosten und Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen sind in ihm enthalten.
 
Der Energieberater händigt den Bericht den Eigentümern oder auch dem Verwalter des Objektes aus. Dabei muß er ihn auch mündlich erläutern.
 
Die Sanierung kann dann entweder in einem Zug oder - natürlich sinnvoll unterteilt - in mehreren Abschnitten durchgeführt werden.
 
Eine Energieberatung wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkotrolle (BAFA) mit derzeit - Stand 12/2014 - maximal 800,00 Euro (Ein- und Zweifamilienhäuser) bzw. 1.100,00 Euro (Mehrfamilienhäuser ab drei Wohneinheiten) gefördert. Generell ist es für einen Immobilieneigentümer oder -verwalter sinnvoll, sich vor Auftragserteilung ein oder mehrere Angebote machen zu lassen.
 
Der Begriff "Energieberater" ist nicht gesetzlich geschützt. Um so wichtiger ist es für den potentiellen Kunden, einen qualifizierten und sachkundichen Fachmann zu finden. Seriöse Listen mit diesen Fachleuten sind unter anderem bei der Dena (Deutsche Energie-Agentur) unter https://effizienzhaus.zukunft-haus.info/experten oder auf der Seite https://www.energie-effizienz-experten.de (für Förderprogramme des Bundes) zu finden.

 

Der Beratungsbericht - Auszüge aus einem Bericht von 2012

Hier finden Sie als Beispiel das Inhaltsverzeichnis und einige Grafiken aus einem Beratungsbericht, den ich 2012 für ein 1972 erbautes Reihenhaus erstellt habe.
 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis des Beratungsberichtes


 

Vergleich unterschiedlicher Heizungssysteme

Vergleich unterschiedlicher Heizungssysteme (Endenergiebedarf - Primärenergiebedarf). Hier wurden bei gleicher Gebäudehülle die Einflüsse unterschiedlicher Heizsysteme berechnet und graphisch dargestellt.


 

Vergleich unterschiedlicher Heizungssysteme

Vergleich unterschiedlicher Heizungssysteme (Kosten - CO2)


 

Transmissionswärmwverluste Bestandsgebäude

Transmissionswärmeverluste Bestandsgebäude. Bei jedem zu untersuchenden Objekt werden die Wärmeverluste berechnet und graphisch dargestellt - sowohl für den Ist-Zustand als auch für die angedachten Sanierungsvarianten.


 

Variantenvergleich 1 - Investitionskosten

Variantenvergleich - Investitionskosten. Die Abschätzung der absoluten Investitionskosten ist wichtig für die mögliche Finanzierung einer im Anschluß an die Energieberatung durchgeführten Baumaßnahme.


 

Variantenvergleich 2 - Kosten je kWh

Variantenvergleich - Kosten je kWh. Die Darstellung der Kosten je eingesparter kWh benötigter Energie für Heizung und Warmwasser weist auf besonders effektive oder - wie in diesem Beispiel - besonders ineffektive Varianten hin.


 

Preissteigerungen Primärenergieträger 2003 - 2011

Preissteigerungen Primärenergieträger 2003 - 2011. Dargestellt wird hier die jährliche Preissteigerung verschiedener Primärenergieträger im Mittel der letzten 9 Jahre. Die daraus ableitbaren Schlußfolgerungen stehen unter der Grafik.


 

Entwicklung der Betriebskosten

Entwicklung der Betriebskosten der verschiedenen Varianten über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren bei einer angenommenen jährlichen Preissteigerung von 4% bzw. 6%


 

 
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