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Energieberatung

Für die energetische Sanierung gilt dasselbe wie für das Bauen allgemein: Bevor man anfängt zu bauen, sollte man ein Konzept haben. Diese Konzepte erstellen qualifizierte Energieberater. Sie analysieren den Ist-Zustand von baulicher Hülle und Haustechnik und entwickeln darauf aubauend Vorschläge für eine sinnvolle energetische Sanierung (verschiedene Dämmaßnahmen, effiziente Haustechnik).
 
Die Beratung beginnt mit einer gründlichen Baubegehung. Der Berater muß sich selbst ein Bild von dem Gebäude machen. Dazu erhält er weitere Informationen vom Eigentümer oder Verwalter eines Gebäudes.
 
Auf der Basis dieser Informationen werden bestimmte Kennzahlen (Primärenergieverbrauch, Endenergiebedarf, CO2-Ausstoß etc.) ermittelt. Darauf aufbauend entwickelt der Berater gebäudespezifische Sanierungskonzepte zur Energieeinsparung. Diese Konzepte untersuchen sowohl versichiedenen Varianten der Dämmung der Gebäudehülle (beispielsweise Aufsparrendämmung, Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung etc.) als auch den Einsatz von erneuerbaren Energien, Lüftungsanlagen, thermischen Solaranlagen und und und.
Zusätzlich kann auch ein Thermographiegutachten, eine Stromsparberatung oder ein Blower-Door-Test in die Energieberatung eingeschlossen werden.
 
Bestandsaufnahme und Sanierungskonzepte werden ausführlich in einem Beratungsbericht erläutert. Auch Aussagen zu Investitionskosten und Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen sind in ihm enthalten.
 
Der Energieberater händigt den Bericht den Eigentümern oder auch dem Verwalter des Objektes aus. Er bildet zusammen mit der mündlichen Erläuterung des Energieberaters die Grundlage für die Entscheidung des Bauherrn, welche Baumaßnahmen eine sinnvolle energetische Sanierung seines Objektes ermöglichen.
 
Die Sanierung kann dann entweder in einem Zug oder - natürlich sinnvoll unterteilt - in mehreren Abschnitten durchgeführt werden.
 
Eine Energieberatung wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkotrolle (BAFA) mit derzeit - Stand 06/2020 - maximal 1.300,00 Euro (Ein- und Zweifamilienhäuser) bzw. 1.700,00 Euro (Mehrfamilienhäuser ab drei Wohneinheiten) gefördert. Generell ist es für einen Immobilieneigentümer oder -verwalter sinnvoll, sich vor Auftragserteilung ein oder mehrere Angebote machen zu lassen.
 
Der Begriff "Energieberater" ist nicht gesetzlich geschützt. Um so wichtiger ist es für den potentiellen Kunden, einen qualifizierten und sachkundichen Fachmann zu finden. Seriöse Listen mit diesen Fachleuten sind unter anderem bei der Dena (Deutsche Energie-Agentur) unter https://effizienzhaus.zukunft-haus.info oder auf der Seite https://www.energie-effizienz-experten.de (für Förderprogramme des Bundes) zu finden.

 

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