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Glossar

Diese Seite will die gebräuchlichsten Ausdrücke im Zusammenhang mit Energie und Immobilien kurz und schnell erklären.

 
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Die Fachausdrücke in alphabetischer Ordnung:

  • a
    annum - Jahr

  • Abgasverluste
    Wärmemenge, die mit dem Abgas der Heizanlage verloren geht. Sie lässt sich durch Brennwerttechnik (Brennwertkessel) oder Niedertemperatur-Heizanlagen reduzieren. Bei niedrigen Abgasverlusten besteht allerdings die Gefahr der Schornsteinversottung. Die Abgasverluste sind für viele Feuerungsanlagen durch die Erste Verordnung zur Durchführung des (1. BImSchV) begrenzt. Aus Abgas- und Bereitschaftsverlusten wird der Jahresnutzungsgrad ermittelt.

  • Amortisation
    Deckung der aufgewendeten Investitionskosten für bauliche Maßnahmen durch dadurch entstehende Erträge. Bei energetischen Sanierungen sind das die eingesparten Energiekosten.Die Amortisationsdauer wird statisch als Kosten/Nutzen-Verhältnis oder dynamisch unter Berücksichtigung von Preissteigerungen und Finanzierungskosten ermittelt (siehe Energiepreise, Wirtschaftlichkeit).

  • Außenthermostat
    Messgerät der Heizungsanlage, das die Vorlauftemperatur des Heizkreises regelt. Bei niedrigen Außentemperaturen wird die Vorlauftemperatur erhöht, bei höheren Außentemperaturen abgesenkt. Dadurch ergeben sich reduzierte Heizkreisverluste und eine verbesserte Einzelraumregelung.

  • A/V-Verhältnis
    Verhältnis aller Außenflächen eines Gebäudes zu seinem Außenvolumen

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  • BAFA
    Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, vergibt Zuschüsse zur Energieberatung und zur Förderung erneuerbarer Energien, siehe auch www.bafa.de

  • Bereitschaftsverluste
    Die Verluste eines Wärmeerzeugers, die außerhalb der Brennerlaufzeit auftreten, nennt man Bereitschaftsverluste. Hohe Bereitschaftsverluste treten auf, wenn die Brennerlaufzeit im Verhältnis zur Betriebszeit des Kessels kurz ist (das bedeutet, daß der Kessel überdimensioniert ist), die Kesselwassertemperatur hoch und/oder der Kessel schlecht wärmegedämmt ist. Bei alten Kesseln können die Bereitschaftsverluste deutlich höher als die Abgasverluste sein und führen maßgeblich zu einem schlechten Jahresnutzungsgrad. Bereitschaftsverluste treten auch bei Warmwasserspeichern auf.

  • Blower-Door-Test
    Test zur Kontrolle der Luftdichtigkeit eines Gebäudes. Dabei wird in zwei Meßreihen einmal ein Überdruck und einmal ein Unterdruck von jeweils bis zu 50 Pa erzeugt und dabei die in das Gebäude einströmende bzw. aus dem Gebäude herausdrückende Luftmenge gemessen. Aus den Ergebnissen wird der Luftwechsel pro Stunde ermittelt.

  • Brennwertkessel
    Durch einen großen oder zweiten Wärmetauscher entzieht ein Brennwertkessel dem wasserdampfhaltigen Abgas durch Kondensation Wärme. Dadurch wird über den Heizwert eines Brennstoffes hinausgehende Energie genutzt. Die Abgastemperatur verringert sich. Diese Technik stellt besondere Ansprüche an den Schornstein (Stichwort "Schornsteinversottung"). Gegebenenfalls ist eine Neutralisation des an den kalten Schornsteinwänden ausfallenden Kondensats erforderlich.

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  • CO2
    Kohlendioxid ist ein geruch- und farbloses Gas, das bei jeder Verbrennung von Kohlenwasserstoffen wie Heizöl, Erdgas oder Holz entsteht und für den "Treibhauseffekt" (siehe auch Treibhausgase) mitverantwortlich ist. Die bei der Verbrennung entstehende Menge an CO2 ist brennstoffspezifisch und kann entweder durch Wechsel des genutzten Brennstoffes oder durch Verringerung des Brennstoffbedarfs reduziert werden. Bei regenerativen Energien wie Holz wird das CO2 wieder durch das nachwachsende Holz gebunden; man spricht hier daher von CO2-Neutralität.

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  • Dena (Deutsche Energie-Agentur GmbH)
    Kompetenzzentrum für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und intelligente Energiesysteme.
    Die Gesellschafter sind: Bundesrepublik Deutschland, KfW, Allianz ES, Deutsche Bank AG und DZ Bank AG.
    Aufgabengebiete sind: Vernetzung von Politik, Herstellern, Anlagebetreibern und Verbrauchern, finanzielle Förderung von Forschung und Anwendung, Pilotprojekte und die Erstellung von Studien.
    Siehe auch www.dena.de

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  • Effizienzhaus
    Ein Effizienzhaus ist ein Gebäude, das die gesetzlichen Anforderungen der EnEV an den spezifischen Transmissionswärmeverlust HT' und den Primärenergiebedarf qP bei Neubauten und Sanierungen um einen bestimmten Prozentsatz, bezogen auf das Referenzgebäude der EnEV, unterschreitet.Der Effizienzhausstandard gibt den maximal zulässigen Prozentanteil für qP an. HT' darf jeweils 15 % höher liegen, bezogen auf HT' des Referenzgebäudes. So darf z. B. der maximale qP eines KfW-Effizienzhaus 70 70 % des qP des Referenzgebäudes nicht überschreiten, während der HT' maximal 85 % des HT' des Referenzgebäudes betragen darf.

  • Elektrische Speicherheizsysteme („Nachtspeicherheizung“)
    Elektrische Speicherheizsysteme sind Heizsysteme mit vom Energielieferanten unterbrechbarem Strombezug, die nur in den Zeiten außerhalb des unterbrochenen Betriebes durch eine Widerstandsheizung Wärme in einem geeigneten Speichermedium (beispielsweise Schamottesteine) speichern. Unter gewissen Randbedingungen dürfen diese Systeme nur noch bis 2019 betrieben werden.

  • Emissionen
    Bei der Verbrennung fossiler Energieträger entstehende Schadstoffe und Abgase, die durch Schornsteine und Abgasrohre an die Außenluft abgegeben werden und die Luft verunreinigen. Bei für die Wärmeversorgung üblicherweise verwendeten Brennstoffen sind dies im Wesentlichen CO2, SO2, NOx und Stäube.

  • Endenergiebedarf
    Energiemenge, die dem Gebäude zur Deckung der Nutzenergie für Heizung und Warmwasser sowie zur Deckung der gesamten Verluste der Anlagentechnik im Gebäude und der zum Betrieb der Anlagentechnik benötigten Hilfsenergie zur Verfügung gestellt werden muss.

  • Energieeinsparverordnung (EnEV)
    Seit dem 01.02.2002 hat die Energieeinsparverordnung (EnEV) die Wärmeschutzverordnung (WSchVO95) abgelöst und wurde seither mehrmals erneuert. Sie gilt nun seit dem 01.10.2009 in einer überarbeiteten Fassung. In der EnEV werden nicht nur maximale Transmissionswärmeverluste festgelegt, sondern auch der maximale Jahres-Primärenergiebedarf. Es gehen also nicht nur die Eigenschaften der Gebäudehüllflächen, sondern auch die der Anlagentechnik (Heizung, Warmwassererzeugung) mit ein. Der maximal zulässige Primärenergiebedarf wird über ein Referenzgebäude ermittelt, das in der Geometrie und Orientierung dem zu berechnenden Gebäude entspricht. Für die bauliche Ausführung und die Anlagentechnik werden dazu Referenzwerte nach EnEV angesetzt. Im Falle einer Sanierung sind maximale U-Werte der sanierten Bauteile einzuhalten. Alternativ dürfen der Jahres-Primärenergiebedarf und der spezifische Transmissionswärmeverlust nachgewiesen werden. Die Höchstwerte für einen entsprechenden Neubau dürfen dabei um maximal 40 % überschritten werden. Es gilt eine Nachrüstverpflichtung für alte und ineffiziente Heizungsanlagen. Den genauen Wortlauf können Sie unter www.enev-online.de nachlesen.

  • Energiepreise
    Einerseits ist eine langfristige Vorhersage der Energiepreise sehr spekulativ und damit in einer belastbaren Weise nicht möglich, anderseits ist für eine Aussage zur Wirtschaftlichkeit von Energieeinsparmaßnahmen eine Annahme von Energiepreisen notwendig. Bei einer Energiepreissteigerung von jährlich 10% ist der Wert der eingesparten Energie – bezogen auf 20 Jahre – rund doppelt so hoch als bei einer Preissteigerung von jährlich 6% und wirkt sich damit stark auf die Wirtschaftlichkeit aus. Energiepreise und Preissteigerungen waren in der Vergangenheit für verschiedene Brennstoffe und Energieträger stark unterschiedlich. Einen guten und laufend aktualisierten Vergleich dazu bietet die Energieagentur NRW unter www.ea-nrw.de/infografik

  • EPS
    expandiertes Polystyrol (Markenname u. a.: „Styropor“), weit verbreitetes Material zur Wärmedämmung von Gebäuden. EPS wird auch für WDVS eingesetzt.

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  • g-Wert
    Strahlungsdurchlässigkeit transparenter Flächen Fenster). Je kleiner dieser dimensionslose Faktor ist, desto geringer ist die Strahlungsdurchlässigkeit und desto geringer werden die solaren Wärmegewinne.

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  • Heizenergiebedarf
    Siehe Endenergiebedarf

  • Heizkörperthermostat
    Regelungseinrichtung am Heizkörper. Das Heizkörperventil öffnet sich nur dann, wenn eine am Thermostaten eingestellte Solltemperatur unterschritten wird. Der Einbau von Heizkörperthermostaten ist bei Wohngebäuden Pflicht.

  • Heizkreis
    Kreislauf des Wassers durch eine Warmwasserheizungsanlage. Er besteht aus den Elementen Heizkessel, Heizleitungsrohre, Umwälzpumpe und Heizkörper. Manchmal wird zwischen Heizkessel und Heizkörper ein Pufferspeicher geschaltet, beispielsweise um thermische Solarkollektoren einzubinden.

  • Heizlast (W/m²)
    Zur Aufrechterhaltung einer bestimmte Raumtemperatur notwendige Wärmemenge je Zeiteinheit in Watt je m2 Wohn- oder Nutzfläche. Die Heizlast multipliziert mit einer Zeitspanne, in der diese Wärmeleistung erbracht wird, ergibt den Wärmebedarf. Benötigt ein Raum beispielsweise eine Heizlast von konstant 1 kW (Kilowatt), so entsteht innerhalb einer Stunde ein Heizenenergiebedarf von 1 kWh.

  • Heizwert
    Der Heizwert ist die Wärmemenge, die aus einem Brennstoff durch Verbrennung gewonnen werden kann. Er ist stoffspezifisch und kann durch verschiedene Faktoren, wie Wassergehalt oder Temperatur des Brennstoffes, beeinflußt werden.

  • Hilfsenergie
    Energie (meistens elektrischer Strom), die benötigt wird um Hilfsaggregate (Pumpen, Steuerungselektronik u.ä.) des Heizungssystems zu betreiben.

  • Hinterlüftete Fassadenverkleidung
    Wandkonstruktion zur Dämmung einer Fassade Diese Alternative zu einem WDVS besteht aus einer Unterkonstruktion (Holz oder Stahl) und einer Außenverkleidung (Holzschalung, Faserzementplatten, Keramik, etc.) als Wetterschutz. Zwischen Außenverkleidung und tragender Wandkonstruktion wird möglichst lückenlos Dämmung eingebracht. Wichtig ist eine winddichte Ausführung.

  • hydraulischer Abgleich
    Ein hydraulischer Abgleich des Heizungssystems ist die rechnerische Abstimmung von Wärmebedarf der einzelnen Räume an die Wärmeleistung der zugehörigen Heizkörper und der Wärmeerzeuger. Daraus ergibt sich die Dimensonierung der einzelnen Komponenten des Heizungssystems, die dann im Objekt so umgesetzt werden sollte. Zum hydraulischen Abgleich sind die Wassermengen der einzelnen Heizkörper oder Fußbodenheizungen zu begrenzen, die Leitungsstränge abzugleichen, die Pumpenleistung anzupassen und die Vorlauftemperatur einzustellen. Die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen VOB Teil C und DIN 18380 verpflichten den Fachhandwerker zum hydraulischen Abgleich. Zur Erlangung von Fördermitteln wird in der Regel der Nachweis des hydraulischen Abgleichs gefordert. Ein mangelhafter hydraulischer Abgleich kann zu Funktionsstörungen und zu erhöhtem Brennstoff- und Pumpenstromverbrauch führen.

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  • Jahresnutzungsgrad
    Ist das Verhältnis der von einem Heizkessel oder Ofen an Wasser oder Luft abgegebenen Nutzenergie zu der zu deren Erzeugung zugeführten Primärenergie, bezogen auf ein Jahr. Ein System mit hohem Jahresnutzungsgrad arbeitet wesentlich wirtschaftlicher. Schlechte Nutzungsgrade kommen durch hohe Bereitschaftsverluste und/oder hohe Abgasverluste zustande.

  • Jahres-Primärenergiebedarf
    Energiemenge, die für Beheizung, Warmwasserbereitung, Belüftung und Kühlung eines Gebäudes einschließlich der Verluste der Anlagentechnik sowie des energetischen Aufwands für Gewinnung, Umwandlung und Transport des Energieträgers während eines Jahres benötigt wird. Der Anteil regenerativer Energien ist im Jahres-Primärenergiebedarf bereits abgezogen. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderungsgröße der Energieeinsparverordnung und bezeichnet die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes.

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  • Kesselwirkungsgrad
    Ist das Verhältnis der von einer Feuerungsanlage nutzbar abgegebenen Wärmemenge zu dem der Feuerungsanlage mit dem Brennstoff zugeführten potenziell nutzbaren Wärmemenge im Dauerbetrieb bei Nennleistung. Er berücksichtigt die Abgasverluste und Wärmeverluste an den Aufstellraum eines Heizkessels. Regelverluste, Verluste im Teillastbetrieb und Bereitschaftsverluste bleiben jedoch unberücksichtigt. Diese sind im Jahresnutzungsgrad enthalten.

  • KfW
    Kreditanstalt für Wiederaufbau, vergibt bundesweit Fördermittel für die energetische Sanierung, siehe auch www.kfw.de

  • Kohlendioxid
    siehe CO2

  • Kosten-/Nutzen-Verhältnis
    Das Kosten/Nutzen-Verhältnis ist das Verhältnis zwischen energetisch bedingten Investitionskosten (Kosten) zur Energiekosteneinsparung (Nutzen) ohne Berücksichtigung von Finanzierungskosten und Energiepreissteigerung. Es zeigt eine statische Amortisationszeit ohne Berücksichtigung von Energiepreissteigerungen und Finanzierungskosten. Das Kosten/Nutzen-Verhältnis dient zur Einordnung der Wirtschaftlichkeit von Energiesparmaßnahmen.

  • kWh (Kilowattstunde)
    SI-Einheit für Energie, physikalische Arbeit oder Wärmemenge.

  • kWh/m²a (Kilowattstunde je m² und Jahr)
    Einheit für Wärmemenge je Jahr, bezogen auf die Nutzfläche eines Gebäudes

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  • Lambda-Wert (Wärmeleitfähigkeit λ, Maßeinheit W/mK)
    siehe Wärmeleitfähigkeit

  • Luftwechselrate
    Anteil der stündlich ausgetauschten Luftmenge im Verhältnis zum beheizten Luftvolumen des Gebäudes. Eine Luftwechselrate von 0,7 1/h bedeutet beispielsweise, dass bei einem Gebäude mit einem Luftvolumen von 1000 m³ jede Stunde 700 m³ Raumluft gegen Außenluft ausgetauscht werden. Die Luftwechselrate wird mit einem Blower-Door-Test gemessen.

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  • Mineralwolle
    weit verbreitetes Material zur Wärmedämmung von Gebäuden. Mineralwolle (Glaswolle, Steinwolle) wird auch für WDVS eingesetzt.

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  • Nachtabsenkung
    Regelungseinrichtung, die automatisch (nach Zeitschaltuhr) für einige Stunden (normalerweise nachts) die Vorlauftemperatur des Heizkessels um 3 - 5°C herunter regelt.

  • Niedertemperatur-Heizanlagen
    Mit einer entsprechenden Heizungsanlage und größeren Heizkörperflächen kann man mit einer niedrigeren Temperatur des Heizwassers heizen. Gute Heizungsanlagen (heute Standard) können mit 40°-55°C Vorlauftemperatur auskommen, bei Fußboden- oder Wandheizungen sogar mit unter 35°C. Die dadurch niedrigeren Bereitschafts- und Abgasverluste führen zu einem geringeren Energieverbrauch, benötigen aber auch einen besonderen Schornstein (Schornsteinversottung). Ein Niedertemperatur-Heizkessel ist ein Heizkessel, in dem es unter bestimmten Umständen zur Kondensation des in den Abgasen enthaltenen Wasserdampfes kommen kann, ohne daß der Kessel Schaden nimmt.

  • NOx
    siehe Stickoxide

  • Nutzungsdauer
    Angenommene Lebensdauer einer technischen Anlage oder einer Wärmedämmmaßnahme, während der sie die vorgesehenen Aufgaben rentabel erfüllen kann.

  • Nutzenergie Heizung
    Wärmemenge, die das Heizsystem an die beheizten Räume übergeben muss, um die Räume auf der gewünschten Innentemperatur halten zu können. Der Nutzenergiebedarf Heizung errechnet sich aus der energetischen Qualität der Gebäudekonstruktion (Transmissions- und Lüftungswärmebedarf, solare und interne Wärmegewinne). Die Nutzenergie beinhaltet keine Wärmeverluste der Heizungsanlage.

  • Nutzenergie Warmwasser
    Wärmemenge, die dem Trinkwasser zur Erwärmung auf die gewünschte Warmwassertemperatur zugeführt werden muss. Die Nutzenergie beinhaltet keine Wärmeverluste der Trinkwarmwasseranlage.

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  • PHPP
    Passivhaus-Projektierungspaket, herausgegeben vom Passivhaus-Institut Darmstadt (PHI). Mit dieser software können energetisch Eigenschaften von Gebäuden und auch Passivhäuser berechnet werden. Siehe auch www.passiv.de

  • Primärenergiebedarf (QP)
    Im Primärenergiebedarf eines Gebäudes wird die komplette Energieprozesskette inklusive Gewinnung und Bereitstellung eines Brennstoffs berücksichtigt. Damit ist der Primärenergiebedarf eines Gebäudes auch ganz wesentlich vom eingesetzten Energieträger abhängig. Während z. B. der nicht erneuerbare Anteil des Primärenergieinhalts von Holz oder Holzpellets weniger als 20% des Primärenergieinhalts von Heizöl oder Erdgas beträgt, liegt der Primärenergieinhalt von Strom bei ca. 260%.

  • Pufferspeicher
    Wärmespeicher, der zwischen Wärmeerzeuger (z. B. Heizkessel oder Solaranlage) und Wärmeverbraucher (beispielsweise Heizkörper) eingebaut wird. Er speichert Wärme, die zue einem Zeitpunkt erzeugt word, am dem sie nicht nachgefragt wird, um sie dann später (zu einem Zeitpunkt, an dem keine Wärme erzeugt wird) an den Verbraucher abzugeben.

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  • Regelung
    Heizenergieverluste können durch optimale Regelung weitgehend minimiert werden. Wichtige Ansatzpunkte: Wärme soll nur dahin gelangen, wo sie auch benötigt wird (Heizkörper- und Raumthermostate); die Vorlauftemperatur soll nur so hoch sein, wie sie zur Erfüllung des Heizzweckes unbedingt erforderlich ist (Nachtabsenkung, Außenthermostat). Die Feuerungsleistung des Brenners soll so eingestellt werden, dass unnötige Bereitschaftsverluste vermieden werden.

  • regenerative Energien
    Auch erneuerbare Energien genannt, sind die in der Umwelt vorhandene und sich durch natürliche Vorgänge erneuernde Energieformen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Sonnenenergie (Solarkollektoren und Photovoltaik), Umweltwärme (nutzbar gemacht mit Wärmepumpen), Erdwärme (aus tiefen Erdschichten), Wasserkraft (Wasserkraftwerke), Wellenenergie, Windenergie sowie Biomasse (Holz, Biogas etc.).

  • Rücklauftemperatur
    Temperatur des Heizwassers beim Wiedereintritt in den Heizkessel oder Pufferspeicher

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  • Schadstoffe
    siehe Emissionen

  • Schornsteinversottung
    Durch Kondensation der Abgase (bei der Verbrennung von 1 m³ Erdgas entstehen rund 2 kg Wasserdampf, bei 1 Liter Heizöl rund 1 kg) hervorgerufene Schäden am Schornstein. Sie treten häufig bei niedrigen Abgastemperaturen, wie sie Brennwertkessel aufweisen, auf. Der schwefelhaltige Wasserdampf kondensiert als schwefelige Säure bereits im Schornstein aus. Schornsteinversottung kann durch angepasste Schornsteinquerschnitte mit feuchteunempfindlichen Materialien verhindert werden.

  • Schwefeldioxid (SO2)
    Schwefeldioxid ist ein übel riechendes Gas, hautreizend und giftig. Es entsteht bei der Verbrennung schwefelhaltiger Brennstoffe (Kohle, Heizöl, etc.) und ist mitverantwortlich für den "sauren Regen" (Waldsterben).

  • SO2
    siehe Schwefeldioxid

  • Staub
    Kleinstpartikel (auch Ruß), die bei der Verbrennung, insbesondere fester und flüssiger Brennstoffe, freigesetzt werden.

  • Stickoxide (NOx)
    Stickoxide (NO und NO2) sind Atemgifte und bilden sich bei Verbrennungsvorgängen. Sie sind Mitverursacher des "sauren Regens".

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  • Thermostatventil
    Siehe Heizkörperthermostat

  • Transmission HT' (W/K)
    Wärmedurchgang durch ein Bauteil, durch Strahlung und durch Konvektion an den Oberflächen. Sie wird aus dem U-Wert und der Fläche des Bauteils errechnet. Dabei entstehende Verluste nennt man Transmissionswärmeverluste.

  • Treibhausgase
    Gase, die zur Erwärmung der Erdatmosphäre beitragen. Die wichtigsten sind CO2, Methan, Schwefelhexaflourid (SF6) und Distickstoffoxid (N2O - Lachgas). Das den Immobiliensktor am meisten betreffende Treibhausgas ist CO2. Es wird bei jeder Verbrennung von Energieträgern freigesetzt. Die dabei entstehende Menge hängt zum einen von der Art, zum anderen von der Menge des verbrannten Brennstoffs ab. So werden z. B. bei der Verwendung von Heizöl je verheiztem Liter Brennstoff etwa 3 kg CO2 und bei der Erzeugung von Strom in Großkraftwerken für jede beim Endverbraucher entnommene kWh etwa 0,7 kg CO2 emittiert. Auch regenerative Brennstoffe emittieren bei der Verbrennung CO2. Dieses entstammt jedoch einem natürlichen Kreislauf und trägt damit nicht zur Klimaerwärmung bei.

  • Trinkwasserwärmebedarf
    Siehe Nutzenergie Warmwasser

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  • U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient, W/m²K)
    Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die Wärmemenge, die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratmeter des Bauteils entweicht. Der U-Wert wird bestimmt durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert des Baustoffes. Je niedriger der Wert, desto besser - und um so weniger Heizenergie geht durch das Bauteil verloren.

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  • Vorlauftemperatur
    Temperatur des Heizwassers bei Verlassen des Kessels (Kesselvorlauf) oder des Pufferspeichers (Heizungsvorlauf).

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  • W/m² (Watt pro Quadratmeter)
    Maßeinheit für die Heizlast

  • W/mK (Watt pro m mal Kelvin)
    Maßeinheit für die Wärmeleitfähigkeit

  • W/m²*K (Watt pro Quadratmeter und Grad Kelvin)
    Maßeinheit für den U-Wert

  • Wärmebrücken
    Wärmebrücken sind Bereiche der Gebäudehülle, bei denen gegenüber den Hüllflächen besonders hohe Wärmeverluste auftreten. Neben geometrischen Wärmebrücken (Außenecken, Außenkanten) gibt es insbesondere konstruktive Wärmebrücken, die an Bauteilanschlüssen (Fenster, Balkon, Rolladenkasten usw.) auftreten. In der Energieeinsparverordnung werden lineare Wärmebrücken durch einen Aufschlag auf den Transmissionswärmeverlust der gesamten Gebäudehülle berücksichtigt. Dieser Aufschlag wird in der Regel pauschal angesetzt, kann aber auch genau errechnet werden.

  • Wärmedämmung
    Wichtige Methode der Energieeinsparung. Durch Wärmedämmung wird die Transmission (Wärmeverlust) der Bauteile herabgesetzt. Die Wärmeenergie wandert langsamer von der warmen Innenseite zur kalten Außenseite des Bauteils. Zur Wärmedämmung genutzte Baustoffe werden nach ihrer Wärmeleitfähigkeit, ihren Kosten, ihrem Energieaufwand bei der Herstellung und unter ökologischen Kriterien beurteilt bzw. unterschieden. Gängige Baustoffe sind Polystyrol, Mineralwolle (Stein- oder Glaswolle), Polyurethanschäume, Kork, Zellulosefasern, Holzfasern u.v.m.

  • Wärmeleitfähigkeit
    Die Wärmeleitfähigkeit Lambda λ gibt an, wie gut oder schlecht wärmeleitend ein Baustoff ist. Gut wärmedämmende Baustoffe haben eine geringe Wärmeleitfähigkeit (λ kleiner 0,04 W/mK), schlecht wärmedämmende Baustoffe eine hohe (Beton: λ 2,30).

  • Wirtschaftlichkeit
    Wirtschaftlichkeit bedeutet im ökonomischen Sinn das Verhältnis aus geldwerten Kosten und Leistung. Damit ist eine Maßnahme wirtschaftlich, wenn die Leistung innerhalb eines bestimmten Zeitraums höher ist als dieKosten. Bei der energetischen Sanierung von selbstgenutzten Gebäuden können als Leistung eingesparte Energiekosten verbucht werden, bei vermieteten Gebäuden etwa ein angehobener Mietzins. Da die Energiepreise nicht vorhergesagt werden können, hängt die Aussage zur Wirtschaftlichkeit sehr stark von der Prognose der zukünftigen Energiekostenentwicklung ab. Manche Vorteile der energetischen Gebäudesanierung, wie z.B. erhöhter Wohnkomfort, lassen sich schwer in Euro beziffern, fließen deshalb nicht in die Bewertung ein und führen damit neben einer unvollständigen Aussage zu einer zu schlechten Bewertung der Wirtschaftlichkeit.

  • WDVS (Wärmedämmverbundsystem)
    Eine Schicht Wärmedämmung (normalerweise EPS oder Mineralwolle) wird auf dem Außenmauerwerk, in der Regel auf den tragfähigen Außenputz verklebt und mit Dübeln zusätzlich verankert. Darüber wird ein Armierungsputz aufgezogen und Glasfasergewebe eingelegt. Als Endbeschichtung werden mineralische Putze mit Anstrich oder Kunstharzputze eingesetzt. Der Dämmstoff muss den Anforderungen an Wärmeleitfähigkeit, Verhalten gegen Feuchtigkeit, Druck- und Zugfestigkeit sowie dem Brandverhalten genügen. Eine Putzoberfläche der Hauswände ist damit weiterhin möglich.

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  • XPS
    extrudiertes Polystyrol (Markenname u. a.: „Styrodur“), weit verbreitetes Material zur Wärmedämmung von Gebäuden. EPS wird auch für WDVS eingesetzt.

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Für den Fall, daß der Begriff, den Sie hier suchten, nicht aufgeführt war, möchte ich Sie auf www.wikipedia.de verweisen. Sie können mich auch per mail informieren.
 
Die Begriffsdefinitionen sind zum großen Teil dem BAFA-Skript "Vor-Ort-Beratung - Erläuterung von Fachbegriffen zum Musterbericht", Stand 05/2011, entnommen. Zum Teil stammen sie auch aus Wikipedia oder sind selbst formuliert.


 
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